EBERHARD MARX

"...zwischen Traum und Trauma"
Sachsens Glanz-sw-web
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Die Visionen des Eberhard Marx


Da wächst ein Baum aus dem Kopf – nein, der Kopf ist Teil des Baums,
auch eine Burg ist in das Bild-Sujet mit eingebaut.
Es ranken Türmchen, Fahnen, Erker um geheimnissvolle Bauten –
in die Mitte gerückt der Künstler - den Blick in die Ferne gerichtet.


Eberhard Marx erzählt uns Geschichten, erlebte Phantasien und formuliert sie in meisterhafter Weise in seinen Bildern.
Vergangenes trifft sich mit der Zukunft und wird zu einem Gedankengang, der uns in Wahrheiten einer oft verdrehten Umwelt führt.
Was macht die Katze auf dem Dach inmitten von Abflussrohren? Wie kommt ein Baum in das Autowrack? Was oder wer wird daneben am Strick hängen?
Hier werden keine Fragen beantwortet, sondern es wird dem Beschauer überlassen, sich selbst Lösungen zu suchen und zu finden.
Der Künstler führt uns in eine Welt, die nur ihm zu gehören scheint und die er freigibt zur Betrachtung für jene, die sie verstehen und mit ihm teilen wollen.
Das Handwerk hat er ernsthaft erlernt, die Zeichnung und die Maltechnik verfeinert, wie es für die Phantastische Malweise unerlässlich ist. Das ermöglicht uns, das bildhafte Sehen unbeschwert genießen zu können.
Wenn wir uns darauf einlassen, einen Schritt in das Ungewisse, Phantastische und Visionäre zu machen, werden wir in der Kunst von Eberhard Marx vieles neu entdecken, erfahren und erleben können.

Rosemarie Bassi
Galerie Rosemarie Bassi
EUROPÄISCHES KULTURZENTRUM REMAGEN


German painter Eberhard Marx describes his style as magical realism, hinting at the drastic shifts in style and imagery he often accomplishes within his canvases. He cites the influence of German Romantics, though his incorporation of mythical figures and surreal landscapes also evokes Symbolism. The fogs of memory and history hang over many of his landscapes and structures, thickening in places and dissipating elsewhere to reveal areas of saturated color and sharp detail. Each grand scale vista provokes the viewer’s memory and imagination by melding historical references and fairy tale-like architecture. Appropriately, Marx’s brushwork varies by subject and level of precision, with landmasses and skies partly obscured by clouds portrayed with more gestural strokes, while human or animal figures, as well as ornate architectural forms, are executed with superb finesse. This combination of styles and imageries rewards both close and distant viewing. It also parallels the temporal shifts in subject that Marx pulls off, painting historical and imaginary landscapes with an unmistakably contemporary sensitivity.
Agora Gallery New York 2011



Mit Eberhard Marx überschreiten wir eine weitere Schwelle: die sogenannte Kármán-Linie, die in 10.000 Kilometern Höhe unsere irdische Welt vom Weltraum scheidet. Eberhards von minutiöser Detailarbeit und handwerklicher Finesse geprägte Ölmalerei rekurriert auf die Illusionstechniken alter Meister und auf Verfahren der traditionellen Malerei, die auf eine „naturgetreue“ Abbildung von Wirklichkeiten zielen – aber Achtung: sein „Realismus“ ist doppelbödig, hinter seiner „Physik“ steckt eine hintersinnige Meta-Physik, sein „Kosmos“ ist ein ganz und gar phantastischer, und seine klare Malweise verweist auf ungelöste Fragen: Wohin geht die Sternenreise, wo werden wir landen? In einer unbekannten Welt, auf einer neuen Erde? Oder kreisen wir nur im Orbit um die alte Erde, um uns selbst?
Manfred Etten, Mainz 2016




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